Friedrich Flick

Friedrich Flick

German industrialist
Date of Birth: 10.07.1883
Country: Germany

Content:
  1. Frühphase
  2. Karriere und Einfluss
  3. Unterstützung des Nationalsozialismus
  4. Mitgliedschaft in der NSDAP und Kriegszeit
  5. Nürnberger Prozesse und Nachkriegszeit

Frühphase

Friedrich Flick wurde 1883 in Deutschland geboren. Seine Karriere in der Industrie begann 1907 als Vertrauensmann des Bremer Hüttenwerks. Im Jahr 1913 stieg er in die Stahlindustrie ein und wurde Mitglied des Vorstands der "Eisenindustrie Menden und Schwerte AG".

Karriere und Einfluss

Flicks Geschäftssinn ermöglichte ihm einen schnellen Aufstieg, und er wurde zu einem der reichsten und einflussreichsten Industriellen Deutschlands. Er erlangte sein Kapital durch Militäraufträge während des Ersten Weltkriegs und der anschließenden Inflation. Als Generaldirektor der "Mitteldeutschen Stahlwerke" und alleiniger Eigentümer des "Friedrich Flick"-Konzerns, einem der größten in Deutschland, konnte Flick seinen Einfluss weiter ausbauen.

Unterstützung des Nationalsozialismus

Ab Anfang der 1930er Jahre unterstützte Flick die NSDAP finanziell. 1933 half er maßgeblich dabei, die Machtergreifung der Nazis zu fördern. Nach der Machtergreifung festigte er seinen Konzern durch die Enteignung jüdischer Unternehmen und die Kontrolle über Metallurgiebetriebe in den von Deutschland besetzten Gebieten Europas.

Mitgliedschaft in der NSDAP und Kriegszeit

1937 trat Flick der NSDAP bei. Er war Mitglied des "Freundeskreises" des Reichsführers SS und zählte zum engsten Kreis um Adolf Hitler. Er übte großen Einfluss auf die Wirtschaftspolitik der Nazis aus, insbesondere im Bereich der Stahlindustrie.

Während des Krieges setzte Flick in seinen Werken in großem Umfang Zwangsarbeit von Häftlingen und verschleppten ausländischen Arbeitern ein. Insgesamt waren etwa 48.000 Menschen davon betroffen.

Nürnberger Prozesse und Nachkriegszeit

Nach dem Krieg wurde Flick von amerikanischen Truppen verhaftet. Von 1947 bis 1947 fand in Nürnberg ein Prozess gegen ihn und fünf leitende Angestellte seines Konzerns statt. Flick wurde zu sieben Jahren Gefängnis und Vermögensbeschlagnahmung verurteilt. Sein Konzern wurde in eine Vielzahl kleinerer Unternehmen aufgeteilt.

1951 wurden alle inhaftierten Industriellen, darunter Flick, freigelassen. Er baute seinen Konzern schnell wieder auf und machte ihn zu einem der mächtigsten Metallurgie- und Rüstungskonzerne der Bundesrepublik Deutschland. Bis 1955 kontrollierte er etwa 1000 Unternehmen, darunter "Daimler-Benz", und hatte ein eingetragenes Kapital von über 22 Millionen Dollar. Offiziell galt er als reichster Mann Deutschlands nach dem Krieg und als fünftreichster Mensch der Welt.

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